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Ergänzende Behandlungsverfahren

Embryonenkultur – „Deutscher Mittelweg“

Auch wenn die Befruchtung einer Eizelle gut funktioniert hat, schafft es nur knapp jeder zweite Embryo, sich in den folgenden 5 Tagen zur sog. Blastozyste zu entwickeln. Ca. 55–60 % der Embryonen bleiben in dieser sehr frühen Phase in ihrer Entwicklung stehen.
Aus diesem Grund besteht die Möglichkeit, mehrere Vorkernstadien im Rahmen des sog. „Deutschen Mittelwegs“ außerhalb des Körpers zu kultivieren und zu beobachten, um den oder die entwicklungsfähigen Embryonen zu identifizieren. In Abhängigkeit vom Alter der Patientin und von der geplanten Zahl der zu transferierenden Embryonen wird der behandelnde Arzt den genauen Ablauf individuell besprechen.

Assisted Hatching

Das Assisted Hatching kann als „assistiertes Schlüpfen“ übersetzt werden. Vor der Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut muss dieser seine „Eihülle“, die sog. Zona pellucida, verlassen. Um das „Schlüpfen“ zu erleichtern, kann mit einem hochgenauen Laser die äußere Wand des Embryos ausgedünnt werden. Bei Frauen über 35 Jahren, bei der Verwendung von zuvor eingefrorenen Eizellen und bei wiederholtem Versagen der Einnistung kann über ein Assisted Hatching diskutiert werden.

EmbryoGlue/UTM

Die Einnistung (Nidation) des Embryos findet zwischen dem 5. und 7. Entwicklungstag statt und ist ein komplizierter Vorgang, der in mehreren Schritten verläuft. Nach dem Schlüpfen des Embryos aus seiner Hülle (Zona pellucida) beginnt ein intensiver Austausch zwischen Embryo und Gebärmutterschleimhaut über bestimmte Botenstoffe (z. B. Hormone, Enzyme). In der Wissenschaft spricht man vom sogenannten „embryo-maternalen Dialog“. Gelingt es dem Embryo nicht, an der Gebärmutterschleimhaut anzuhaften, ist seine weitere Versorgung nicht mehr gewährleistet und es kommt zu keiner Schwangerschaft. Um die Wahrscheinlichkeit einer Einnistung zu erhöhen, kann beim Embryotransfer ein spezielles Medium eingesetzt werden, das durch biochemische Signale ähnlich wie ein „Klebstoff“ wirkt.
Dabei handelt es sich um ein ausschließlich für den Embryotransfer entwickeltes enzymhaltiges Medium. Dessen Konsistenz ist ähnlich der von der Gebärmutterschleimhaut abgegebenen Flüssigkeit und enthält den wichtigen Stoff Hyaluronan (HA). Durch dessen „klebrige“ Eigenschaften wird die Kontaktaufnahme zwischen Embryo und Schleimhaut unterstützt.

Endometrium-Scratching

Der Vorgang der Einnistung ist ein komplexer Prozess, an dem, neben dem Embryo, auch viele Faktoren in der Gebärmutterschleimhaut beteiligt sind. Zellen des Immunsystems schütten dabei Botenstoffe (Wachstumsfaktoren und Cytokine) aus, die für die Einnistung unabdingbar sind.
Beim Endometrium-Scratching wird im Vorzyklus zu einem Transfer eine kleine Verletzung in der Gebärmutterschleimhaut verursacht. Man vermutet, dass durch die im Anschluss einsetzende Wundheilung die Einnistungschancen im Folgezyklus verbessert werden kann.

Für die Untersuchung wird ca. eine Woche nach Eisprung mit einem dünnen Katheter eine winzige Gewebeprobe aus der Gebärmutterhöhle entnommen.
Wichtig ist, dass zuvor immer ein Schwangerschaftstest erfolgen muss und für den Eingriff eine volle Blase notwendig ist.

ZyMōt-Kammer - Spermien-Selektion

Neben den herkömmlichen Methoden zur Aufbereitung von Ejakulat für die assistierte Reproduktion (Insemination, IVF, ICSI) bieten wir seit kurzem ein neues Verfahren, die Spermienselektion mittels ZyMōt-Kammer (auch bekannt als FERTILE bzw. FERTILE PLUS) an.
Das Verfahren ist sehr schonend für die Spermien (keine Zentrifugationsschritte) und verspricht in der resultierenden Probe eine Anreicherung von progressiv-motilen Spermien mit signifikant geringerem Anteil an DNA-Fragmentation. Sie kann für alle Behandlungen der assistierten Reproduktion (Insemination, IVF, ICSI) verwendet werden.

Calcium-Ionophor

Damit eine Eizelle erfolgreich befruchtet wird, muss sie aktiviert werden. Dies geschieht im Normalfall durch das Eindringen des Spermiums in die Eizelle. In seltenen Fällen liegt die Befruchtungsrate trotz augenscheinlich problemloser ICSI deutlich unter 20 % oder die Fertilisierung bleibt gänzlich aus.
Die Ursachenfindung dafür ist in den meisten Fällen schwierig, es ist jedoch bekannt, dass nach dem Eindringen des Spermiums in die Eizelle, ein "löslicher" Faktor (das Oscillogen) aus dem Spermium in die Eizelle freigesetzt wird. Dieser lösliche Faktor bewirkt eine Serie von charakteristischen Calcium-Veränderungen, die letztlich eine Aktivierung der Eizelle bewirken. Fehlende Aktivierungsfaktoren beim Spermium oder die Unfähigkeit der Eizelle auf das Eindringen des Spermiums entsprechend zu reagieren, führen zum Ausbleiben der Befruchtung. Dem wird bei der Ca -Ionophor-vermittelten Oozytenaktivierung durch Inkubation der Eizellen in einem geeigneten Medium entgegengewirkt, die Befruchtungsrate bei betroffenen Paaren dadurch oft deutlich verbessert.